17. WISSENSCHAFTLICHE JAHRESTAGUNG DER DGSF
VON DER NEUTRALITÄT ZUR PARTEILICHKEIT – SYSTEMIKERINNEN MISCHEN SICH EIN
12. - 14. Oktober 2017 in München

Vorträge

Skizzen einer Politisierung Systemischer Arbeit (Der Vortrag wird von Heiner Keupp und Tobias von der Recke gemeinsam gehalten) mit Heiner Keupp
Skizzen einer Politisierung Systemischer Arbeit (Der Vortrag wird von Heiner Keupp und Tobias von der Recke gemeinsam gehalten)
Heiner Keupp
Heiner Keupp, Jg. 1943, Studium der Psychologie und Soziologie in Frankfurt am Main, Erlangen und München. Diplom, Promotion und Habilitation in Psychologie, war von 1978 bis 2008 Professor für Sozial- und Gemeindepsychologie an der Universität München. Aktuell Gastprofessor an der Universität Bozen. Kommissionsvorsitzender für den 13. Kinder- und Jugendbericht der deutschen Bundesregierung zur Gesundheitsförderung und Prävention (2007 – 2009). Arbeitsinteressen beziehen sich auf soziale Netzwerke, gemeindenahe Versorgung, Gesundheitsförderung, Jugendforschung, individuelle und kollektive Identitäten in der Reflexiven Moderne, Bürgerschaftliches Engagement und Missbrauch in pädagogischen und kirchlichen Institutionen (Kloster Ettal, Stift Kremsmünster, Oden-waldschule). Mitglied der vom deutschen Bundestag beschlossenen Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs.
Skizzen einer Politisierung Systemischer Arbeit (Der Vortrag wird von Heiner Keupp und Tobias von der Recke gemeinsam gehalten) mit Tobias von der Recke
Skizzen einer Politisierung Systemischer Arbeit (Der Vortrag wird von Heiner Keupp und Tobias von der Recke gemeinsam gehalten)
Tobias von der Recke
Dipl.-Psych., Approbierter Psychologischer Psychotherapeut, Systemischer Therapeut (DGSF), Systemischer Supervisor, Coach und Organisationsentwickler (DGSF), Klinische Hypnose (M.E.G.), Psychodrama (1 Jahr bei Yaacov Naor), arbeitete 10 Jahre in der Heckscher Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, seit 1996 selbständig als Psychotherapeut, Coach, Supervisor und in der systemischen Weiterbildung, seit 2005 Gründer und Inhaber des Münchner Instituts für Systemische Weiterbildung (misw).
Kriegsspuren – Die deutsche Krankheit German Angst mit Sabine Bode
Kriegsspuren – Die deutsche Krankheit German Angst
Sabine Bode
Sabine Bode, geb. 1947, freie Journalistin und Autorin in Köln; Sie arbeitet überwiegend für die Kulturredaktion des Hörfunks von WDR und NDR. Buchveröffentlichungen: Die vergessene Generation – Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen; Die deutsche Krankheit? German Angst, Nachkriegskinder – Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter; Kriegsenkel – Die Erben der vergessenen Generation.
Scham – Wächterin der Menschenwürde mit Dr. Stephan Marks
Scham – Wächterin der Menschenwürde
Dr. Stephan Marks
Sozialwissenschaftler, Supervisor, Fortbildner. Er leitete das Forschungsprojekt "Geschichte und Erinnerung" (Interviews mit NS-Anhängern). Er bildet seit vielen Jahren Berufstätige, die mit Menschen arbeiten, über Menschenwürde und Scham fort, vorwiegend im deutschsprachigen Raum und in Lateinamerika. Autor zahlreicher Veröffentlichungen, z. B. der Bücher "Scham – die tabuisierte Emotion", "Warum folgten sie Hitler?", "Die Würde des Menschen" und "Die Kunst nicht abzustumpfen".
Von der Neutralität zur Parteilichkeit – Systemikerinnen mischen sich ein (?)  Schlussbetrachtungen eines politischen Tagungsbeobachters mit Prof. Dr. Jochen Schweitzer
Von der Neutralität zur Parteilichkeit – Systemikerinnen mischen sich ein (?) Schlussbetrachtungen eines politischen Tagungsbeobachters
Prof. Dr. Jochen Schweitzer
Jochen Schweitzer, Prof. Dr., Dipl. Psych., geb. 1954, Leiter Sektion medizinische Organisationspsychologie im Institut für Medizinische Psychologie der Universität Heidelberg. Mitgründer und Lehrtherapeut des Helm Stierlin Institut Heidelberg. Ehemaliger DGSF Vorsitzender (2017 – 2013), seither gesellschaftspolitischer Sprecher der DGSF. Systemischer Therapeut, Coach, Organisationsberater. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen; Lösung betrieblicher Dilemmasituationen; systemische Psychiatrie (SYMPA-Projekt); Wirksamkeitsforschung systemische Therapie.
Sich kümmern um das Zeitgemäße. Ein Plädoyer für reflexive Parteilichkeit. mit Prof. Dr. Tilly Miller
Sich kümmern um das Zeitgemäße. Ein Plädoyer für reflexive Parteilichkeit.
Prof. Dr. Tilly Miller
Studium der Politikwissenschaft (Dipl.sc.pol.Univ.); Studium der Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Jugend- und Erwachsenenbildung (Dipl.Sozialpäd.FH); Theaterpädagogin BuT®, sowie abgeschlossene Weiterbildung in Tanz- und Bewegungspädagogik Moderner Kreativer Tanz. Seit 1990 Professorin für Sozialarbeit/Sozialpädagogik und Politikwissenschaft an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, Abtl. München. Davor knapp 10-jährige Tätigkeit zunächst als Organisationsreferentin, dann als wissenschaftliche Assistentin an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing mit den Schwerpunkten Theorien, Didaktik und Methodik Politischer Bildung und Politische Bildung mit Aussiedlern. Aktuelle Theorie- und Forschungsschwerpunkte: Systemtheorie und Soziale Arbeit, Netzwerkforschung, Netzwerktheorien, Netzwerkarbeit, Bildung, Inklusion als Forschungsschwerpunkt
Das unmögliche Geschäft der Allparteilichkeit mit Dr. phil. Dipl. Psych. Wolfgang Schmidbauer
Das unmögliche Geschäft der Allparteilichkeit
Dr. phil. Dipl. Psych. Wolfgang Schmidbauer
Studium der Psychologie an der LMU München 1960 bis 1966. Anschließend Promotion bei Albert Görres in München. Übersiedlung nach Italien, Tätigkeit als freier Schriftsteller. 1972 Rückkehr nach Deutschland. Gründung eines psychoanalytischen Instituts in München mit einer Gruppe von Ärzten, Psychologen und „Laien“ in einer neu konzipierten psychoanaly- tischen Ausbildung mit starker Akzentuierung von gruppen- und familientherapeutischen Elementen. Tätigkeit als Psychoanalytiker, Gruppen- und Paartherapeut. Seit 1980 Lehranalytiker. 1986 Gastprofessor für Psychoanalyse an der Gesamthochschule Kassel. Ehrenmitglied der Münchner Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse (MAP), Ehrenvorsitzender der Gesellschaft für analytische Gruppendynamik (GaG). Neben etwa 40 Sachbüchern, von denen einige Bestseller (Die hilflosen Helfer", 1977, "Die Angst vor Nähe", 1985) wurden, hat Schmidbauer auch eine Reihe von Erzählungen, Romanen und Berichten über Kindheits- und Jugenderlebnisse geschrieben. Er ist Kolumnist des ZEIT-Magazins und regelmäßiger Mitarbeiter von Fachzeitschriften und Tageszeitungen.
Die Ästhetik der Flüchtlingskrise. Bilder und Motive einer gesellschaftlichen Herausforderung. mit Prof. Dr. Armin Nassehi
Die Ästhetik der Flüchtlingskrise. Bilder und Motive einer gesellschaftlichen Herausforderung.
Prof. Dr. Armin Nassehi
Prof. Dr. Armin Nassehi, geb. 1960 in Tübingen, aufgewachsen in München, Landshut, Teheran und Gelsenkirchen, ist seit 1998 Lehrstuhlinhaber für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Darüber hinaus ist er Mitglied des Vorstands des Humanwissenschaftlichen Zentrums der LMU, Mitglied des Vorstandes des Münchner Kompetenzzentrums Ethik, seit 2009 Mitglied des Hochschulrates und des Senats der LMU München, und seit 2012 Mitglied des Vorstands des Forschungsinstituts für Philosophie, Hannover. Seine Forschungsgebiete liegen im Bereich Kultursoziologie, Wissenssoziologie und politische Soziologie. Er hat zahlreiche Publikationen innerhalb dieser Forschungsgebiete vergelegt, darunter mehr als 20 Bücher. Außerhalb des Hochschulbereichs ist Prof. Nassehi vielfältig in Vortrags- und Beratungskontexte eingebunden sowie publizistisch tätig. Er veröffentlicht regelmäßig in SZ, FAZ, DIE ZEIT etc. Seit 2012 ist er Herausgeber der Kulturzeitschrift „Kursbuch“. In seiner Freizeit ist er ein leidenschaftlicher Sänger (Bass/Bariton). (Fotograf: Hans-Günther Kaufmann)